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Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen - deshalb möchten wir einige von ihnen hier vorstellen. Denn die Zukunft der Arbeit ist integrativ. Cognizant setzt sich dafür ein, die Arbeitserfahrung von Frauen durch unser Women Empowered (WE)-Programm zu verbessern. Ein erster von vielen Schritten ist es, unseren Mitarbeiterinnen zuzuhören und ihre Geschichten zu erzählen. Wie meistern sie die Herausforderungen des Alltags? Was bedeutet es als Frau in der Tech-Branche zu arbeiten und warum lohnt es sich, einfach mal ins kalte Wasser zu springen?

Community

Wir sind bestrebt, mehr Frauen auf allen Ebenen unserer Organisation einzustellen.

Chancen

Wir möchten, dass Sie Erfolg haben.
Bei Cognizant zählen Karriereförderung und Führungsentwicklung zu den obersten Prioritäten.

Vernetzung

Sich treffen, austauschen und neue Geschäftsbeziehungen durch Gemeinschaftsbildung und die Zelebrierung von Karriereerfolgen aufbauen.

Unsere Role-Models

Melissa Gieler

Insurance Consultant, Digital Strategy and Transformation

„Ich bleibe immer ich selbst und weiß, was ich kann und wofür ich stehen möchte.“

portrait von melissa gieler

Vor drei Jahren ging es für mich von der Uni ins Berufsleben. Bei Cognizant, meinem ersten Arbeitgeber, bin ich im Bereich Consulting für Versicherungen eingestiegen.

Eines meiner ersten Projekte war die Arbeit mit Vergleichsportalen. Zu meinen Aufgaben gehörte es, dafür zu sorgen, dass die Angebote der Versicherer bestmöglichst auf den Vergleichsportalen dargestellt werden. Dabei habe ich sowohl mit unseren Kund:innen, Personen des Dienstleisters als auch Entwickler:innen zusammengearbeitet. Insgesamt war mein Umfeld hier stark männlich dominiert. Je höher man in der Hierarchie schaute, umso deutlicher wurde das. Meine Fähigkeit, mich auf mein Gegenüber einzustellen, hat mir dabei geholfen in dieser Männerwelt zurecht zu kommen. Dazu gehört auch das Wissen, dass man mit unterschiedlichen Personen auch auf unterschiedliche Art kommunizieren muss. Für mich spielt es keine Rolle, ob Mann, Frau, Vorstand oder Praktikant:in – ich bleibe immer ich selbst und weiß, was ich kann und wofür ich stehen möchte. Zudem bringt mich so schnell nichts aus der Ruhe und diese Ruhe versuche ich in stressigen Situationen auch auf andere zu übertragen.

Ich wollte immer international und mit unterschiedlichen Kulturen arbeiten. In meinen drei Jahren bei Cognizant,  habe ich bereits viele spannende Erfahrungen sammeln können. Ich habe mir ein gutes Netzwerk aufgebaut, sowohl national als auch international, und gelernt, wie ich weiterkommen kann und neue Türen öffne. Die Erfahrungen, die ich beim Einstieg gemacht habe, gebe ich gerne weiter. Inzwischen habe ich sogar eine Mitarbeiterin in meinem Team und kann mich gut in ihre Situation hineinversetzen, da ich vor drei Jahren in einer ähnlichen Position war.  

Bei Cognizant, ist es wichtig, aktiv Initiative zu ergreifen, wenn man Ideen und Verbesserungsvorschläge hat. Wenn man etwas verändern will, muss man einfach loslegen, Gleichgesinnte finden und Dinge anpacken. So habe ich damals auch ein Programm für Newbies entworfen, was wir bis in die obere Führungsebene präsentieren konnten. Hier wird niemand an die Hand genommen und auf einem vorgegebenen Karriereweg geführt. Man hat sehr viele Freiheiten und so konnte ich schauen, was ich genau machen will, ohne irgendwelche Grenzen gesetzt zu bekommen. Für mich ist das optimal – ich habe schon immer gerne meinen eigenen Weg gesucht und gefunden und wollte keinem festgelegten Leitfaden folgen.  Die Freiheit und das Netzwerk, das ich hier habe, ermöglichen es mir, genau das zu machen, was ich will. 

Miriam-Elisabeth Bosse

Head of Legal DACH, Benelux, Southern Europe

„Wenn sich Türen auftun, muss man sich trauen.“

In meinem ersten Job als Volljuristin hatte ich ein totales Aha-Erlebnis, was Frauen im Beruf und die Marginalisierung von Müttern im Job angeht. Dort habe ich miterlebt, was mit Müttern im Job passieren kann und ich wusste sofort, dass ich das für mich nicht will. Frauen haben nach ihrer Elternzeit keine verantwortungsvollen Aufgaben und keine großen Projekte mehr bekommen, sondern meist im Backoffice in Teilzeit gearbeitet.

Herausforderungen anzunehmen, ist der beste Weg neue Dinge zu lernen. Ich war damals mit Abstand die jüngste in einem großen Team. Obwohl ich noch nicht viel Erfahrung hatte, bekam ich schnell die Möglichkeit einen großen und komplexen Kooperationsvertrag zu verhandeln. Ich wurde direkt ins kalte Wasser geworfen, aber es hat sich gelohnt: Ich habe die Herausforderung angenommen und am Ende hatten wir einen super Vertrag verhandelt. Das war für mich ein wichtiges Learning: Ich muss Herausforderungen annehmen und nicht so viel darüber nachdenken. Wenn sich Türen auftun, muss man sich trauen und die Selbstzweifel beiseite räumen. Ich habe dadurch schnell wahnsinnig viel gelernt und bin ein ganzes Stück vorangekommen. Ich habe gemerkt, dass ich locker mithalten kann, weil ich mich einfach getraut habe, es auszuprobieren.

Zu Cognizant kam ich über einen Headhunter, wobei mein zukünftiger Vorgesetzter mein vorheriger Verhandlungspartner war. Wir kannten uns also schon und wussten, dass es passt. Kurz nach dem Start, habe ich meine Tochter bekommen. Meine Auszeit habe ich aufgrund vorheriger Erfahrungen bewusst kurzgehalten und auch während meiner Abwesenheit habe ich mich zu den Entwicklungen im Unternehmen informiert. Mein Chef hat mir auch nach dem Wiedereinstieg die Möglichkeit gegeben große Verträge zu verhandeln. Wir beide wussten, dass ich das kann und es gab keinen Grund mein Potential nicht mehr zu nutzen, nur weil ich jetzt Mutter bin. Es ist wichtig, dass die Personen in der eigenen Managementlinie das Potential ihrer Mitarbeiter:innen erkennen und es fördern. Das ist bei Cognizant für mich immer der Fall gewesen: Ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas nicht zugetraut wird. Für mich ist es normal in Verhandlungen mit 20 Männern am Tisch zu sitzen, aber ich habe gelernt mich davon nicht einschüchtern zu lassen, weil ich weiß, dass ich genauso viel kann.

Zwei Faktoren sind entscheidend, wenn es darum geht Kind(er) und Karriere unter einen Hut zu bekommen: Flexibilität des Arbeitgebers und ein zuverlässiges Netzwerk. Ich kann nicht abstreiten, dass es hart war und ich auch teilweise abends und am Wochenende gearbeitet habe, um etwas rechtzeitig fertig zu bekommen, aber ich war und bin sehr flexibel in meinen Arbeitszeiten.

Zudem teilen mein Partner und ich uns die Betreuungsaufgaben. Für meinen Partner ist es genauso selbstverständlich sein Kind zu betreuen, wie das für mich der Fall ist. Karriere und Kind funktioniert für mich nur, wenn man die Unterstützung des Partners oder ein anderweitiges Netzwerk hat. Das können die Großeltern, befreundete Eltern und Nachbarn sein, oder auch Kita und Babysitter, aber es erfordert Organisation.

Trotzdem hat sich meine ganze Welt verändert, seitdem ich Mutter bin. Und auch ich bin hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Ansprüchen an mich selbst. Einerseits will ich im Job alles geben und mich weiterentwickeln, andererseits will ich auch eine gute Mutter sein. Der Spagat zwischen Kind und Karriere ist ohne Frage heftig. Ich gehe aber sehr offen damit um. Ich arbeite hart, aber wenn ich aufgrund meines Kindes einen Termin nicht einhalten kann, benenne ich das auch. Es muss normaler werden, dass Menschen auch ein Privatleben haben. Ich will zeigen, dass man verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen kann und trotzdem ein oder mehrere Kinder großziehen kann. Klar, gibt es da Sachen, die ich nicht mache oder machen kann. Da geht eben mein Mann zum Elternabend oder zum Kindergeburtstag gibt es Backmischungs-Muffins. Es ist okay nicht überall perfekt zu sein. Frauen müssen lernen andere Frauen in den Prioritäten, die sie setzen, gelten zu lassen.

Ich bewundere alle Frauen in Führungspositionen, weil ich genau weiß, was dazu gehört. Meiner Erfahrung nach sind Frauen in Führungspositionen nicht nur gleich gut, sondern oft besser qualifiziert als ihre männlichen Kollegen, weil sie oft einen härteren Weg hinter sich haben. Ich finde es auch wichtig, dass Frauen es nicht mit stereotypischen männlichen Mitteln, wie männlichem Auftreten und Ellbogenmentalität an die Spitze kommen. Wir haben unsere eigenen Qualitäten und diese weibliche, oft empathischere Sichtweise ist etwas, das sowohl im Unternehmen als auch in der Gesellschaft mehr Raum bekommen muss. Es kann und darf nicht das Ziel sein, dass Frauen männlicher sind als jeder Mann, um in Führungspositionen zu kommen. Außerdem wünsche ich mir mehr Solidarität unter Frauen. Wer unterstützt uns, wenn wir uns nicht gegenseitig unterstützen? Um es mit Madeleine Albright zu sagen: „There is a special place in hell for women who do not support other women“.

Ich denke, dass wir immer mehr von den klassischen Rollenbildern wegkommen. Es ist mir wichtig unseren Kindern zu vermitteln, dass eine paritätischere Aufteilung der Aufgaben uns allen guttut und nicht alle Männer sich zudem in der Pflicht sehen wollen Alleinverdiener zu sein. Hier müssen sich auch politisch und strukturell noch einige Dinge ändern, damit wir letztlich immer mehr Frauen in der Führungsebene sehen können, aber ich denke wir sind auf einem guten Weg.

Kira Rostock

Senior Manager Consulting Enterprise Processes Finance

„Sag nicht ja, wenn du nein meinst.“

 
portrait kira rostock

Ich leite bei Cognizant Consulting DACH in Enterprise Processes den Bereich Finance. Da die Leitung des übergeordneten Bereichs aktuell nicht besetzt ist, übernehme ich Interims auch die Leitung der gesamten Enterprise Processes Unit. Konkret bedeutet das, dass ich die Prozesse unserer Kund:innen analysiere und Lösungen finde. Diese Analyse von Prozessen und das Finden von Prozessfehlern sorgt dafür, dass unser Bereich Business für andere generieren kann. In meiner Rolle bin ich sowohl mit den Betriebswirtschaftler:innen als auch mit der Technologieseite eines Unternehmens im Kontakt. Ich spreche beide Sprachen, designe Lösungen und sorge so letztendlich für Business Value.

In meinem Bereich sind Männer klar in der Überzahl. Mein Team z.B. besteht ausschließlich aus Männern, was u.a. daran liegt, dass sich schlicht keine Frauen bei mir beworben haben. Es ist wichtig, Frauen zu fördern – und zwar in jeder Karrierestufe. Ich beobachte, dass Frauen im Management oft klein gehalten werden und Beförderungen, wenn überhaupt, später bekommen als ihre männlichen Kollegen. Wir können einen wichtigen Beitrag für Unternehmen leisten, aber dafür muss man uns auch die Anerkennung und die entsprechenden Titel geben. Im Unternehmen nicht gehört und geschätzt zu werden ist frustrierend und wird auf kurz oder lang dazu führen, dass man ein Unternehmen verlässt.

Ein großes Vorbild für mich war meine Großmutter. Sie ist 1896 geboren, d.h. sie hat zwei Weltkriege miterlebt und war für ihre Zeit eine unglaublich selbstständige und selbstbestimmte Frau. Sie hat sich ihr Leben lang selbst versorgt und einen eigenen Laden geführt. Meine Großmutter hat mir und anderen gezeigt, dass man auch als Frau etwas bewegen kann. Entgegen dem klassischen Frauenbild von damals, hat sie nicht nur im Haushalt gearbeitet, sondern ihren Laden geführt, war meinungsstark und hat nicht eingesehen, dass sie schlechter ist oder weniger wert als ein Mann.

Ein Tipp, den mir mein Ausbilder vor vielen Jahren gegeben hat: Sag nicht ja, wenn du nein meinst. Frauen sagen oft aus Pflichtbewusstsein ja zu Dingen, die unmöglich oder nur schwer machbar sind. Ein wichtiges Learning hierbei ist auch, dass man nicht alles allein schaffen muss. Es gibt Kolleg:innen, die einen unterstützen und es ist in Ordnung nein zu sagen und um Hilfe zu fragen, wenn man etwas nicht hinbekommt.

Frauen sehen andere Frauen oft als Konkurrenz und unterstützen sich nicht gegenseitig. Es ist wichtig, dass sich auch die Wahrnehmung von Frauen gegenüber Frauen ändert. Das gegenseitige Unterstützen und Feiern haben Männer uns voraus. 

Candan Dogan

Junior Business Analyst, Microsoft Dynamics 365

„Mein größtes Vorbild ist meine Mutter.“

 
portrait kira rostock

Ich bin seit Anfang 2022 als Junior Business Analyst bei Cognizant tätig und Teil der Microsoft Business Group. Aktuell implementiere ich gemeinsam mit meinen Kolleg:innen ein Mirosoft CRM System bei einem Kunden. Konkret sorgen wir als Consultants dafür, dass sich alle Daten auf einer Plattform befinden, um eine holistische Kundensicht zu erzeugen und somit einen besseren Service für die Kund:innen unseres Kunden zu ermöglichen.

Mein Weg führte mich eher zufällig in die Tech-Branche. Mein Studium der Angewandten Kognitions- und Medienwissenschaften war in etwa zur Hälfte mit Modulen im Bereich Psychologie und zur anderen Hälfte im Bereich Informatik angesiedelt. Zu Beginn war mir, und vielen anderen, nicht bewusst, wie viel Raum die Informatik einnehmen wird. Im Rahmen meines Studiums habe ich z.B. auch codieren gelernt. Dabei habe ich gemerkt, dass der Informatikbereich mir Spaß macht, ich richtig gut darin bin und ich mir eine Zukunft in dieser Branche vorstellen kann. Auch wenn ich zunächst Zweifel darüber hatte, ob ich dieser Techbranche gewachsen sei, überzeugte mich letztendlich eine sehr gute Freundin von meinen Kompetenzen und unterstütze mich dabei, den Schritt zu Cognizant zu wagen.

Sowohl bei Cognizant als auch bei unserem Kunden habe ich mehrheitlich mit männlichen Ansprech­part­nern zu tun. Im Alltag fällt mir das oft gar nicht so sehr auf, weil es so selbstverständlich ist, aber wenn man das einmal ganz in Ruhe reflektiert, wird einem klar, dass sich noch viel ändern muss. Ich erhoffe mir für die Zukunft, dass Frauen stärker gefördert und ermutigt werden in die Tech- und IT-Branche einzusteigen und diese nicht mehr eine Männerdomäne sein muss. Konkret könnte man darüber nachdenken Projekte und Positionen bewusst diverser zu besetzen.

Mein größtes Vorbild ist meine Mutter. Sie kam gemeinsam mit meiner Schwester und mir nach Deutschland und hat sich hier eigenständig ein neues Leben aufgebaut. Sie zeigt mir, dass wir alle Hürden überwinden können und dabei auf keinen angewiesen sind. So war ich seit meiner Kindheit von Frauenpower und Selbständigkeit geprägt. Ich glaube, dass diese Kraft und das Durchhaltevermögen, die meine Mutter und meine Schwester hatten, sich in einem fremden Land durchzukämpfen und etwas aufzubauen, mich ebenso gestärkt haben.

Dies half mir auch dabei, das Mindset zu erreichen, mich nicht zu lange an Sachen aufzuhängen, die nicht wie geplant laufen. Natürlich sollte man aus Fehlern lernen, aber es liegt an einem selbst, aus jeder Situation das Beste zu machen. Wenn etwas nicht klappt, dann sollte es einfach nicht so sein und am Ende werden sich die Dinge vielleicht sogar zum Besseren fügen.

Als ich mich bewusst mit der Thematik und der Initiative beschäftigt habe, habe ich mich oft gefragt, warum wir Female Empowerment überhaupt noch brauchen. Es gibt ja auch nicht sowas wie Male Empowerment. Aber mir ist klar geworden, dass es wichtig ist, weil Frauen sich häufig noch immer nicht gegenseitig unterstützen. Wir müssen lernen, dass wir nur gemeinsam etwas verändern können und wir uns weder im Privat- noch im Berufsleben gegenseitig klein machen oder runterziehen müssen. So wie ich damals durch eine Frau den Schritt zur IT-Branche gewagt habe, könnten wir nun auch andere Frauen begeistern und sie dazu ermutigen in dieses von Männern dominierte Umfeld einzusteigen. Ich wünsche mir mehr Zusammenhalt und Unterstützung auch bei Frauen untereinander.

Hatice Suzan Güzelbey

Business Analyst

„Ich bin mein einziges Vorbild.“

Ich habe mich schon immer für Computer interessiert. Als ich zwölf Jahre alt war haben mir meine Eltern dann endlich meinen ersten eigenen Computer gekauft. Aber Vorbilder gab es damals und auch heute nicht für mich. Ich bin mein einziges Vorbild. Ich habe keine konkreten Vorbilder, wie z.B. berühmte Persönlichkeiten oder Influencer:innen.

Ich bewundere einfach Personen, die sich ihren  eigenen Weg zum Erfolg erkämpft haben – ganz egal, ob berühmt oder nicht.

Nach dem Abitur habe ich dann mit B.Sc. Raumplanung begonnen und bin dann nach einem Jahr zu Kognitions- und Medienwissenschaften gewechselt, was durch die Mischung aus halb Psychologie, halb Informatik ein wahnsinnig spannender Studiengang ist.

Obwohl mich Mathe nie besonders interessiert hat, habe ich schnell gemerkt, dass ich mathematische Zusammenhänge gut verstehe. 

Viele Mädchen und junge Frauen denken „Ich bin schlecht in Mathe“ und sind deshalb der Meinung Informatik oder Ingenieurswissenschaften seien nichts für sie – aber das stimmt nicht. 

Den Mädchen aus meiner Flamencogruppe sage ich dann immer: „Macht euch keinen Kopf. Alles was ich jetzt an Mathe brauche, habe ich nicht in der Schule, sondern während des Studiums gelernt.“

Auf meine Abschlussarbeit: „Eine KI im Kinderzimmer?“ zum Thema „Emotionale Konversation zwischen Kindern und Technik aus einer elterlichen Perspektive“ bin ich richtig stolz. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht.

Parallel zu meinem Beruf bei Cognizant als Salesforce Consultant werde ich dieses Jahr mit meinem Master Studium „Business Consulting & Digital Management“ fertig. Eine gute Kombination. Unser Kunde wertschätzt meine Arbeit und ich kann wertvolle praktische Erfahrung sammeln.

Meinen Eltern fällt es schwer, zu verstehen, was ich mache. Aber wenn ich erkläre, dass es so ähnlich ist, wie die Arbeit des Mannes, der für die Software in ihrer Praxis verantwortlich ist – dann können sie es sich etwas besser vorstellen. Sie und auch der Softwarespezialist sind froh, wenn ich da bin, weil ich sowohl etwas von Medizin als auch von Software verstehe. Eine gute Basis, um zu vermitteln und gute Lösungen zu entwickeln.  

Vasanta Rapaka

Engagement Delivery Lead

„Lächeln ist mein Make-up.“

Zur Zeit arbeite ich für verschiedene Projekte im Bereich Digital Experiences und Engineering Digital von Köln aus. Zuvor habe ich fünf Jahre lang als Agile Leader mit meinem Team aus 35 Mitarbeiter:innen die Integration eines „One Intranet“ DevOps Model für ein globales Unternehmen in den Niederlanden gemanagt. Zum erfolgreichen Abschluss hat uns der Kunde ein sehr persönliches Farewell Video geschenkt – so etwas berührt mich wirklich. Ich bin unfassbar stolz auf mein Team – wir haben im wahrsten Sinne des Wortes agil gearbeitet, d.h. auch ständig unvorhergesehene Probleme gelöst und waren rund um die Uhr im engen Kontakt mit dem Kunden. Ich denke, ich bin eine gute Managerin, Entschuldigung dass ich das sage, aber während meiner beruflichen Laufbahn hatte ich auch richtig schlechte Vorgesetzte. Doch ich danke ihnen, dass ich von ihnen lernen durfte, wie ich auf keinen Fall selber sein möchte.

Vor über 15 Jahren startete ich als Junior Sharepoint Developer bei Cognizant in Pune. Ich bezeichne mich selbst gern als Cognizant Veteranin. Ein Projekt, für das ich damals extra in die Schweiz reiste, war für mich die Gelegenheit richtig in der IT-Industrie durchzustarten, obgleich ich ‚nur‘ einen Trainingsbackground hatte. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich in alle Prozesse involviert wurde: Programmieren, Testen, Managen. Die Kunden konnte ich so begeistern, dass sie mich immer wieder für neue Projekte in der Schweiz anforderten. Sogar meine Flitterwochen habe ich dort verbracht.

Natürlich fiel mir die Trennung von meiner Familie und von Freunden anfangs schwer. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und liebe es im Kontakt mit Menschen zu sein,immer nach der Devise „Smile is my make up“. Viele die mich kennen sagen scherzaft ‚Du bist die BBC unserer Gruppe‘, weil ich alle Sorgen, Freuden, Ängste der Menschen kenne, mit denen ich in Verbindung stehe. Wenn ich einmal eine Verbindung aufgebaut habe, pflege ich sie. Selbst zu den Direktoren meiner Schulen, und ich war auf vielen Schulen, weil mein Vater beim Militär immer wieder versetzt wurde, halte ich den Kontakt.

Als die Delta Variante des Coronaviruses in Indien ausbrach, konnte ich von Deutschland aus Sauerstoffzylinder organisieren. Das habe ich geschafft, weil ich mit vielen Menschen im engen Kontakt stehe und über die Jahrzehnte ein großartiges Netzwerk aufbauen konnte. Wenn ich anderen helfen kann, empfinde ich meine Zeit als sinnvoll verbracht. Da muss ich nichts aufrechnen. Ich helfe einfach und wenn du Gutes tust, kommt es vielfach zurück aus Richtungen, aus denen du es gar nicht erwartest.

Ich denke, die Fähigkeit Kontakte zu halten, heutzutage sagt man ja gerne Networking, und meine absolut lösungsorientierte Art, sind die Grundlagen für meine Erfolge. Aus tiefster Überzeugung und jahrelanger Erfahrung kann ich sagen, dass es immer eine Lösung gibt und genau diese Einstellung ist das, was alles beeinflusst. Also haben wir alle, auch wenn es sich oft anders anfühlt, doch auch viel selbst in der Hand.

Anna Rosemann

Business Analyst

„Alle anderen kochen auch nur mit Wasser.“

Anna

Meine Mutter würde sagen, ich bin eine Spätstarterin. Irgendwann aber kam der Punkt, an dem ich mir bestimmte Ziele gesetzt habe und wusste, dass ich beruflich etwas erreichen will. Mir war ganz klar, dass ich in die Wirtschaft gehe.

Bei Cognizant bin ich als Junior Consultant im Bereich „Digitale Transformation & Strategy“ vor gut drei Jahren gestartet. Hier war ich von Beginn auf einem Projekt der Telekom eingebunden und konnte in kurzer Zeit wahnsinnig viel lernen. Schnell habe ich dort das gesamte Anforderungsmanagement des Projekts allein gemacht. Um Ängste und die anfängliche Schüchternheit als Berufsanfängerin zu überwinden, hat es mir geholfen, mir vor Augen zu führen, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen, ganz egal wer dir gegenübersteht, ganz gleich welcher Titel oder welches Karrierelevel. Ich war die Schnittstelle zwischen dem Kunden und unserem indischen Team von Entwickler:innen. Dabei habe ich beide Seiten schätzen gelernt, sowohl die Arbeit mit unserem Kunden und die Bindung, die entsteht, als auch die Arbeit mit unserem globalen Team und den Kolleg:innen in Indien. Hier ist mir klar geworden, wie wichtig es ist zu verstehen wie mein Gegenüber kommuniziert, um gemeinsam bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Obwohl ich nie ins Ausland wollte, bin ich jetzt doch froh, dass mich mein Wirtschaftsstudium dazu gezwungen hat. Die Zeit in La Rochelle, in Dublin und die Arbeitserfahrung in Singapur waren die beste Grundlage für das länder- und kulturübergreifende Kommunizieren, das essenziell ist für meine jetzige Rolle in einem globalen Konzern. Etwas Besseres konnte mir gar nicht passieren. Bei Evonik in Singapur hatte ich noch dazu das Glück, dass ich nicht als Praktikantin, sondern gleich als Elternzeitvertretung eingesetzt wurde und so schnell auch an verantwortungsvolleren Aufgaben wachsen konnte.

Ohne diese Erfahrungen hätte ich die nächste Karrierestufe sicher nicht so schnell nehmen können. Neben der klassischen Projektarbeit unterstütze ich auch strategische Business Development Tätigkeiten, wie z.B. die Weiterentwicklung unser HCLS Consulting Practice. In der Zusammenarbeit habe ich das Gefühl, dass Frauen tendenziell skeptischer gegenüber anderen Frauen sind und unter Frauen größerer Konkurrenzdruck herrscht als gegenüber Männern. Wie überall gibt es hier natürlich auch Ausnahmen und sehr unterstützende Frauen.

Meine Mutter hat selbst lange in Großkonzernen gearbeitet und ist für mich in vielen Bereichen ein Vorbild. Durch sie habe ich viel zum Thema Frauen in der Wirtschaft mitbekommen. Als alleinerziehende Mutter hat sie mir außerdem eine besondere Stärke mitgegeben. Vor allem zu Beginn meiner Karriere habe ich meine Mutter schon hin und wieder beim Umgang mit schwierigen Situationen um Rat gefragt. Ich würde mir wünschen, dass das, was ich von meiner Mutter an Unterstützung erfahren habe, auch zwischen Frauen im Arbeitsalltag normaler wird und wir uns gengenseitig in unserem Können wertschätzen und offener miteinander umgehen.

Sandra Egloff

M&A OCM Lead Europe

„Ein persönliches Netzwerk, sowohl außerhalb als auch innerhalb eines Unternehmens, ist in meinen Augen Gold wert.“

Ich bin im Juli 2020 als Organisational Change Management (OCM) Lead bei Cognizant Consulting Deutschland gestartet. Seit  mehr als 20 Jahren begleite ich Kunden in unterschiedlichen Industrien bei ihrer (digitalen) Transformation und sorge dafür, dass alle Führungskräfte und Mitarbeiter auf dem Weg der Veränderung mitgenommen werden.

Nach anderthalb Jahren bei Cognizant ergab sich für mich die Chance, in eine interne Rolle, konkret M&A OCM Lead in Europa bei Corporate Development, zu wechseln. Die Entscheidung, aus dem Consulting rauszugehen und insbesondere mein neu aufgebautes Team zu verlassen, fiel mir schwer – rückblickend muss ich sagen, dass die neue Rolle genau der Job ist, den ich immer machen wollte.

Da ich persönlich zweimal von einer Akquisition betroffen war, liegt mir das Thema M&A besonders am Herzen. Ich kann die Ungewissheit und die Gefühle, die mit dem Verkauf des eigenen Arbeitgebers einhergehen, gut nachvollziehen und ich möchte diesen Übergangsprozess für die neuen Kolleg:innen so reibungslos und klar wie möglich gestalten.

Beraterin wurde ich mehr oder weniger zufällig. Als Kind wusste ich nicht, was eine Beraterin macht – und bis heute fällt es mir schwer, dies meiner Familie oder meinen Kindern zu erklären. Nach dem Abitur studierte ich Diplom Pädagogik, da ich schon immer etwas mit Kindern machen wollte. Während meines Studiums habe ich in verschiedenen  Kinder- und Jugendeinrichtungen gearbeitet. Dabei  wurde mir aber klar, dass ich, so sehr ich den Job mochte, mit 60 nicht mehr auf einem kleinen Stuhl sitzen und mich ausschließlich um Kinder kümmern wollen würde. Daher wechselte ich in meinem Studium zum Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Personalmanagement und schrieb meine Diplomarbeit bei PwC in der Abteilung Aus- und Fortbildung, wo ich dann auch mit meinem Diplom in der Tasche in meinen ersten Job gestartet bin.

Schon beim Berufseinstieg war es mir wichtig, ein gutes Netzwerk zu Kolleg:innen aufzubauen. Ein persönliches Netzwerk, sowohl außerhalb als auch innerhalb eines Unternehmens ist in meinen Augen Gold wert. Vor allem in der Beratung, in der man viel unterwegs ist, werden die Kolleg:innen zu einer Art Familie. Gemeinsame Reisen und das Leben in Projektwohnungen schweißt unheimlich zusammen. Auch durch diese Kontakte habe ich noch nie eine „richtige“ Bewerbung geschrieben. In einem funktionierenden Netzwerk gehört es auch dazu, sich gegenseitig zu fördern und zu unterstützen. Genauso wichtig ist es für mich, meinen Mitarbeiter:innen eine Heimat im Unternehmen zu geben. Diese Heimat habe ich immer in meinen Teams gefunden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl meiner Teams bietet mir Halt und Unterstützung, auch mit schwierigen beruflichen Situationen umzugehen.

Das Beraterleben ist schon sehr herausfordernd und natürlich gab es auch schwierige Zeiten. Ich habe zwei Kinder, die mittlerweile im Teenageralter sind. Die Zeit, in der die beiden jünger waren und ich als Beraterin viel unterwegs war, war hart. Zeitweise habe ich einen internen Job gemacht, da eine reisende Tätigkeit, weder für mich noch für meine Familie in dieser Zeit tragbar war.

Mein Job ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens, der mich erfüllt, der mir Freude bringt und auf den ich, auch als Mutter zweier Kinder, niemals hätte verzichten wollen. In meiner Arbeit steckt viel Herzblut: Ich brauche den Kontakt mit den Kund:innen, ich muss rausgehen können und es bereitet mir unheimlich viel Freude neue Kolleg:innen einzuarbeiten und mit aufzubauen. Zu sehen, wie sich ein neues Team formt, wie meine Mitarbeiter:innen im Unternehmen wachsen und auf der Karriereleiter nach oben steigen, erfüllt mich mit großem Stolz. Meine Neugier, meine Bereitschaft jeden Tag auf neue Herausforderungen zu stoßen und mein Grundsatz, dass Arbeit auch Spaß machen soll, waren und sind für mich wichtige und gute Ratgeber auf meinem beruflichen Weg.

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Polare Grenzen überwinden

Harpreet Chandi, besser bekannt unter dem Namen Polar Preet, stellt seit Januar 2022 in der Antarktis Rekorde auf. Sie ist als erste Woman of Colour allein und ohne Unterstützung auf Skiern zum Südpol gelaufen - und hat ihr Ziel nach einer zermürbenden 700-Meilen-Tour bei Temperaturen von bis zu -45°C erreicht. Erfahren Sie mehr über Harpreet Chandi und ihre rekordverdächtigen Leistungen.

Frauen in Führungspositionen

Wir freuen uns darauf, mit mehr Frauen an unserer digitalen Zukunft zu arbeiten - denn  nur zusammen lösen wir die IT Herausforderungen unserer Zeit.

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Die Rolle der Inklusion in der Wirtschaft

Je mehr wir versuchen, künftige, heikle menschliche Probleme zu lösen, umso deutlicher wird, dass Diversität und Integration dabei auch weiterhin zu den wichtigsten zählen. Für unser e-Book haben wir einige unserer klügsten Köpfe über die Bedeutung von Diversität und Integration für die Zukunft der Arbeit aus den unterschiedlichsten Perspektiven nachdenken lassen.

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Haben Sie Interesse an einer Karriere bei Cognizant?