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Deutschland

Female Empowerment
bei Cognizant

Vorurteile aufdecken, Grenzen überwinden,
neue Maßstäbe setzen: Wie schaffen
wir die Gleichstellung der Geschlechter
in der Tech-Branche? 

 

Female Empowerment

Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen - deshalb möchten wir einige von ihnen hier vorstellen. Denn die Zukunft der Arbeit ist integrativ. Cognizant setzt sich dafür ein, die Arbeitserfahrung von Frauen durch unser Women Empowered (WE)-Programm zu verbessern. Ein erster von vielen Schritten ist es, unseren Mitarbeiterinnen zuzuhören und ihre Geschichten zu erzählen. Wie meistern sie die Herausforderungen des Alltags? Was bedeutet es als Frau in der Tech-Branche zu arbeiten und warum lohnt es sich, einfach mal ins kalte Wasser zu springen?

Unsere Geschichten

Hatice Suzan

Güzelbey

„Ich bin mein einziges Vorbild.“

Kontakt Hatice


Junior Analyst

Ich habe mich schon immer für Computer interessiert. Als ich zwölf Jahre alt war haben mir meine Eltern dann endlich meinen ersten eigenen Computer gekauft. Aber Vorbilder gab es damals und auch heute nicht für mich. Ich bin mein einziges Vorbild. Ich habe keine konkreten Vorbilder, wie z.B. berühmte Persönlichkeiten oder Influencer:innen.

Ich bewundere einfach Personen, die sich ihren  eigenen Weg zum Erfolg erkämpft haben – ganz egal, ob berühmt oder nicht.

Nach dem Abitur habe ich dann mit B.Sc. Raumplanung begonnen und bin dann nach einem Jahr zu Kognitions- und Medienwissenschaften gewechselt, was durch die Mischung aus halb Psychologie, halb Informatik ein wahnsinnig spannender Studiengang ist.

Obwohl mich Mathe nie besonders interessiert hat, habe ich schnell gemerkt, dass ich mathematische Zusammenhänge gut verstehe. 

Viele Mädchen und junge Frauen denken „Ich bin schlecht in Mathe“ und sind deshalb der Meinung Informatik oder Ingenieurswissenschaften seien nichts für sie – aber das stimmt nicht. 

Den Mädchen aus meiner Flamencogruppe sage ich dann immer: „Macht euch keinen Kopf. Alles was ich jetzt an Mathe brauche, habe ich nicht in der Schule, sondern während des Studiums gelernt.“

Auf meine Abschlussarbeit: „Eine KI im Kinderzimmer?“ zum Thema „Emotionale Konversation zwischen Kindern und Technik aus einer elterlichen Perspektive“ bin ich richtig stolz. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht.

Parallel zu meinem Beruf bei Cognizant als Salesforce Consultant habe ich letztes Jahr mit meinem Master Studium „Business Consulting & Digital Management“ begonnen. Eine gute Kombination. Unser Kunde wertschätzt meine Arbeit und ich kann wertvolle praktische Erfahrung sammeln.

Meinen Eltern fällt es schwer, zu verstehen, was ich mache. Aber wenn ich erkläre, dass es so ähnlich ist, wie die Arbeit des Mannes, der für die Software in ihrer Praxis verantwortlich ist – dann können sie es sich etwas besser vorstellen. Sie und auch der Softwarespezialist sind froh, wenn ich da bin, weil ich sowohl etwas von Medizin als auch von Software verstehe. Da kann ich auch schon mal gut vermitteln. Ähnlich ist es bei unserem großen Kunden für die Salesforce Practice. Ich bin sicher, dass ich meine Leidenschaft für medizinische Inhalte später im Bereich IT und Healthcare gut einbringen kann und freue mich auf die Aufgaben, die mich erwarten.

Sandra

Egloff

„Ein persönliches
Netzwerk, sowohl
außerhalb als
auch innerhalb
eines Unternehmens,
ist in meinen
Augen Gold wert.”

Kontakt Sandra


M&A OCM Lead Europe

Ich bin im Juli 2020 als Organisational Change Management (OCM) Lead bei Cognizant Consulting Deutschland gestartet. Seit  mehr als 20 Jahren begleite ich Kunden in unterschiedlichen Industrien bei ihrer (digitalen) Transformation und sorge dafür, dass alle Führungskräfte und Mitarbeiter auf dem Weg der Veränderung mitgenommen werden.

Nach anderthalb Jahren bei Cognizant ergab sich für mich die Chance, in eine interne Rolle, konkret M&A OCM Lead in Europa bei Corporate Development, zu wechseln. Die Entscheidung, aus dem Consulting rauszugehen und insbesondere mein neu aufgebautes Team zu verlassen, fiel mir schwer – rückblickend muss ich sagen, dass die neue Rolle genau der Job ist, den ich immer machen wollte.

Da ich persönlich zweimal von einer Akquisition betroffen war, liegt mir das Thema M&A besonders am Herzen. Ich kann die Ungewissheit und die Gefühle, die mit dem Verkauf des eigenen Arbeitgebers einhergehen, gut nachvollziehen und ich möchte diesen Übergangsprozess für die neuen Kolleg:innen so reibungslos und klar wie möglich gestalten.

Beraterin wurde ich mehr oder weniger zufällig. Als Kind wusste ich nicht, was eine Beraterin macht – und bis heute fällt es mir schwer, dies meiner Familie oder meinen Kindern zu erklären. Nach dem Abitur studierte ich Diplom Pädagogik, da ich schon immer etwas mit Kindern machen wollte. Während meines Studiums habe ich in verschiedenen  Kinder- und Jugendeinrichtungen gearbeitet. Dabei  wurde mir aber klar, dass ich, so sehr ich den Job mochte, mit 60 nicht mehr auf einem kleinen Stuhl sitzen und mich ausschließlich um Kinder kümmern wollen würde. Daher wechselte ich in meinem Studium zum Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Personalmanagement und schrieb meine Diplomarbeit bei PwC in der Abteilung Aus- und Fortbildung, wo ich dann auch mit meinem Diplom in der Tasche in meinen ersten Job gestartet bin.

Schon beim Berufseinstieg war es mir wichtig, ein gutes Netzwerk zu Kolleg:innen aufzubauen. Ein persönliches Netzwerk, sowohl außerhalb als auch innerhalb eines Unternehmens ist in meinen Augen Gold wert. Vor allem in der Beratung, in der man viel unterwegs ist, werden die Kolleg:innen zu einer Art Familie. Gemeinsame Reisen und das Leben in Projektwohnungen schweißt unheimlich zusammen. Auch durch diese Kontakte habe ich noch nie eine „richtige“ Bewerbung geschrieben. In einem funktionierenden Netzwerk gehört es auch dazu, sich gegenseitig zu fördern und zu unterstützen. Genauso wichtig ist es für mich, meinen Mitarbeiter:innen eine Heimat im Unternehmen zu geben. Diese Heimat habe ich immer in meinen Teams gefunden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl meiner Teams bietet mir Halt und Unterstützung, auch mit schwierigen beruflichen Situationen umzugehen.

Das Beraterleben ist schon sehr herausfordernd und natürlich gab es auch schwierige Zeiten. Ich habe zwei Kinder, die mittlerweile im Teenageralter sind. Die Zeit, in der die beiden jünger waren und ich als Beraterin viel unterwegs war, war hart. Zeitweise habe ich einen internen Job gemacht, da eine reisende Tätigkeit, weder für mich noch für meine Familie in dieser Zeit tragbar war.

Mein Job ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens, der mich erfüllt, der mir Freude bringt und auf den ich, auch als Mutter zweier Kinder, niemals hätte verzichten wollen. In meiner Arbeit steckt viel Herzblut: Ich brauche den Kontakt mit den Kund:innen, ich muss rausgehen können und es bereitet mir unheimlich viel Freude neue Kolleg:innen einzuarbeiten und mit aufzubauen. Zu sehen, wie sich ein neues Team formt, wie meine Mitarbeiter:innen im Unternehmen wachsen und auf der Karriereleiter nach oben steigen, erfüllt mich mit großem Stolz. Meine Neugier, meine Bereitschaft jeden Tag auf neue Herausforderungen zu stoßen und mein Grundsatz, dass Arbeit auch Spaß machen soll, waren und sind für mich wichtige und gute Ratgeber auf meinem beruflichen Weg.

Daniela

Junker

„Authentizität ist eine
große Stärke.
Man muss sich
nicht verstellen,
um erfolgreich zu sein.”

Kontakt Daniela


Global Client Partner Automotive

Ich war schon immer eine der wenigen Frauen auf weiter Flur. Seitdem ich mich auf dem Gymnasium für den mathematischen Zweig entschieden hatte und in meinen mittlerweile 22 Jahren Berufserfahrung im Sales, bin ich vor allem von männlichen Kollegen umgeben. Bis hierhin bin ich als einzige Frau in größeren Männerrunden immer gut durchgekommen.

Das liegt sicherlich auch daran, dass ich mir treu bleibe und möglichst authentisch auf alle Situationen, auch die in meinem Berufsalltag, reagiere. Mir ist es wichtig auch meinen Kindern vorzuleben, dass Authentizität eine Stärke ist und man sich nicht verstellen muss, um erfolgreich zu sein.

Das Klischee, dass jede Frau, die es in einer Männerbranche ganz nach oben schafft, verbissen und hart sein muss, empfinde ich als schon lange überholt. Frauen in der Tech-Branche sind nicht besonders tough und vereinen auch nicht alle stereotypischen männlichen Attribute in sich. Ich bin davon überzeugt, dass Frauen in der Tech-Branche genauso freundlich und empathisch und gleichzeitig hart und zielorientiert sein können, wie jede andere Person auch. Um erfolgreich zu sein, müssen wir nicht Männern nacheifern oder zu typischen männlichen Attributen wie Härte und Ellbogenmentalität greifen.

Im Vertrieb bin ich über einen Umweg gelandet: Als Werkstudentin war ich bei Siemens in der Personalabteilung, die u.a. die Einstellung von Vertriebler:innen verantwortet hat. Ich fand den Bereich spannend, war mir aber nicht sicher, ob es die richtige Wahl für mich ist. Mein Chef hingehen war überzeugt, dass das nichts für mich sei, weil man sich dort richtig durchbeißen müsse und rund um die Uhr arbeite. Mit diesem Gespräch hat er meinen Ehrgeiz geweckt und kurze Zeit später bin ich in den Vertrieb gewechselt und dort bis heute geblieben.

Frauen sind im Vertrieb deutlich in der Unterzahl, obwohl einige eher weiblichere Eigenschaften hier von Vorteil sind. In Verhandlungen kommt es schon einmal vor, dass Alphatier auf Alphatier trifft, was Verhandlungen erschweren kann. Als Frau kann ich Dinge ansprechen, ohne dass sich mein Gegenüber angegriffen fühlt. Auch das Einholen von Ratschlägen bei meinem Gegenüber öffnet mir Türen für weitere spannende und gewinnbringende Gespräche.

Als Mutter dreier Kinder gehe ich offen damit um, dass es bestimmte Tageszeiten gibt, an denen ich nicht verfügbar bin. Die Zeit zwischen sieben und halb neun ist mir heilig – da bringe ich meine Kinder ins Bett. Für mich ist es wichtig, diese Grenze auch klar zu kommunizieren und Prioritäten zu setzen. Diese Grenzen zu setzen, musste ich erst lernen, aber es hat sich gelohnt: bisher war es nie ein Problem. Man muss sich trauen, diese Grenzen stringent und von Anfang an zu setzen.

Grenzen setzen muss ich aber auch meinen Kindern. Vor allem in der Corona Zeit, in der sie oft zuhause waren, war es nicht immer einfach. Meine Kinder sind im Kindergarten- bzw. Grundschulalter und es war für sie schwer zu verstehen, dass ich zwar anwesend bin, aber keine Zeit habe, um z.B. mit ihnen zu spielen. Mit ein wenig Einfallsreichtum haben wir die Situation gut gemeistert: Meine beiden Jungs sind Fußballfans und so gab es grüne, gelbe und rote Karten, die ihnen zeigten, ob ich gerade konzentriert arbeiten muss oder sie ins Büro kommen können. So haben wir den Alltag im Homeschooling und Homeoffice gut gemeistert. Ich bekomme Karriere und Kinder unter einen Hut. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich alle Aufgaben, die ich nicht unbedingt selbst erledigen muss, „outgesourced“ habe. Wir haben eine Reinigungskraft und die Einkäufe macht mein Mann oder wir erledigen sie nach Möglichkeit online. Da meine Zeit limitiert ist, versuche ich in meinen Abläufen und meiner Organisation so effizient wie möglich zu sein.

Frauen, die in die Tech-Branche einsteigen möchten, kann ich nur ermutigen, sich einfach zu trauen. Wenn man etwas interessant findet und es ausprobieren möchte, sollte man ins kalte Wasser springen und machen. Hätte ich z.B. auf meinen Chef gehört, wäre ich nicht in den Vertrieb gewechselt. Man kann die Erfahrungen anderer Personen nicht auf sich übertragen. Es gibt viele Faktoren, die eine Situation beeinflussen, wie z.B. mein Team, der Chef oder die Chefin, Kund:innen, die Organisation, mein Background usw. Diese Faktoren sind bei allen von uns unterschiedlich – warum sollen wir also schauen, wie es bei anderen gelaufen ist? Nur wenn man unvoreingenommen in neue Situationen geht, kann man/ ich authentisch auf Herausforderungen reagieren. Auf meinem beruflichen Weg hat es mir geholfen für meine Interessen einzustehen, mir einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten und letztlich meinen Weg zu gehen. Unsere Unsicherheit ist teilweise gesellschaftlich mitgeformt und mitgegeben. Frauen denken meiner Erfahrung nach intensiver über viele Dinge nach und stehen weniger selbstbewusst für ihre Interessen ein. In punkto Selbstsicherheit und sicherem Auftreten können Frauen sich noch eine Scheibe von Männern abschneiden.

Anna

Rosemann

„Alle anderen kochen
auch nur mit Wasser.”

Kontakt Anna


Business Analyst

Meine Mutter würde sagen, ich bin eine Spätstarterin. Irgendwann aber kam der Punkt, an dem ich mir bestimmte Ziele gesetzt habe und wusste, dass ich beruflich etwas erreichen will. Mir war ganz klar, dass ich in die Wirtschaft gehe.

Bei Cognizant bin ich als Junior Consultant im Bereich „Digitale Transformation & Strategy“ vor gut drei Jahren gestartet. Hier war ich von Beginn auf einem Projekt der Telekom eingebunden und konnte in kurzer Zeit wahnsinnig viel lernen. Schnell habe ich dort das gesamte Anforderungsmanagement des Projekts allein gemacht. Um Ängste und die anfängliche Schüchternheit als Berufsanfängerin zu überwinden, hat es mir geholfen, mir vor Augen zu führen, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen, ganz egal wer dir gegenübersteht, ganz gleich welcher Titel oder welches Karrierelevel. Ich war die Schnittstelle zwischen dem Kunden und unserem indischen Team von Entwickler:innen. Dabei habe ich beide Seiten schätzen gelernt, sowohl die Arbeit mit unserem Kunden und die Bindung, die entsteht, als auch die Arbeit mit unserem globalen Team und den Kolleg:innen in Indien. Hier ist mir klar geworden, wie wichtig es ist zu verstehen wie mein Gegenüber kommuniziert, um gemeinsam bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Obwohl ich nie ins Ausland wollte, bin ich jetzt doch froh, dass mich mein Wirtschaftsstudium dazu gezwungen hat. Die Zeit in La Rochelle, in Dublin und die Arbeitserfahrung in Singapur waren die beste Grundlage für das länder- und kulturübergreifende Kommunizieren, das essenziell ist für meine jetzige Rolle in einem globalen Konzern. Etwas Besseres konnte mir gar nicht passieren. Bei Evonik in Singapur hatte ich noch dazu das Glück, dass ich nicht als Praktikantin, sondern gleich als Elternzeitvertretung eingesetzt wurde und so schnell auch an verantwortungsvolleren Aufgaben wachsen konnte.

Ohne diese Erfahrungen hätte ich die nächste Karrierestufe sicher nicht so schnell nehmen können. Neben der klassischen Projektarbeit unterstütze ich auch strategische Business Development Tätigkeiten, wie z.B. die Weiterentwicklung unser HCLS Consulting Practice. In der Zusammenarbeit habe ich das Gefühl, dass Frauen tendenziell skeptischer gegenüber anderen Frauen sind und unter Frauen größerer Konkurrenzdruck herrscht als gegenüber Männern. Wie überall gibt es hier natürlich auch Ausnahmen und sehr unterstützende Frauen.

Meine Mutter hat selbst lange in Großkonzernen gearbeitet und ist für mich in vielen Bereichen ein Vorbild. Durch sie habe ich viel zum Thema Frauen in der Wirtschaft mitbekommen. Als alleinerziehende Mutter hat sie mir außerdem eine besondere Stärke mitgegeben. Vor allem zu Beginn meiner Karriere habe ich meine Mutter schon hin und wieder beim Umgang mit schwierigen Situationen um Rat gefragt. Ich würde mir wünschen, dass das, was ich von meiner Mutter an Unterstützung erfahren habe, auch zwischen Frauen im Arbeitsalltag normaler wird und wir uns gengenseitig in unserem Können wertschätzen und offener miteinander umgehen.

Sahrah

Scherzad

„Man lernt
wahnsinnig viele
Kollegen auf der
ganzen Welt
kennen – eine echte
Matrix-Organisation!”

Kontakt Sahrah


Client Partner

Den Schritt raus aus dem mittelständischen Betrieb hin zum globalen Technologieunternehmen habe ich gewagt, weil ich schon immer eine Leidenschaft für die Digitalisierung hatte und mich hier weiterentwickeln wollte.

Dabei startete Ich ganz klassisch als Versicherungskauffrau und habe zudem nach der Ausbildung erst einmal pausiert, da ich meine Tochter bekam.

Als ich dann zurück im Job war, war mir das nicht genug. Daher entschloss ich mich für ein Studium des Fachs Wirtschaftsrecht, obwohl mir viele davon abgeraten haben, da ich alleinerziehend und vollzeit berufstätig war. Aber durch die Unterstützung meiner Familie und meines Arbeitgebers habe ich es gemeistert und direkt einen MBA an der TU München drangehängt. Danach war ich mehrere Jahre in einem mittelständischen Unternehmen auf Geschäftsleitungsebene für Marketing und IT verantwortlich.

Bei Cognizant habe ich im Januar 2021 gestartet - mitten im Lockdown–  also mit einem Online-Onboarding. Das war wirklich eine interessante Erfahrung! Auch herausfordernd - meine Tochter saß nämlich im Parallelzimmer im Home-Schooling – genau wie ich – den ganzen Tag am Rechner und hat über Teams am Unterricht teilgenommen. Ich hatte oft noch nicht einmal fünf Minuten Zeit zwischen den Calls um nachzusehen ob sie auch fleißig ist oder etwas braucht. Das hat uns beide sehr geprägt. Diese Herausforderungen haben natürlich viele Familien in den letzten zwei Jahre gemacht – ich hoffe, dieses Kapitel haben wir alle hinter uns!

Bei Cognizant bin ich für die Accounts von Versicherungsunternehmen in Deutschland zuständig – darunter fällt im Prinzip alles – von der Betreuung aller bestehenden Verträge und Projekte als auch insbesondere das Business Development und Sales und damit die strategische Entwicklung eines Accounts.

Was mir am meisten an meinem Job Spaß macht, ist zu sehen wie die Versicherungsindustrie mit den Herausforderungen der digitalisierten Welt umgeht und das in Zeiten von Corona, Fachkräftemangel, einem Ukraine-Krieg und einer bevorstehenden Rezession. Und ich darf das nicht nur beobachten, sondern direkt mit unseren Kunden mitwirken und sie dabei unterstützen. Insbesondere das Thema Personalmangel spüren nicht nur unsere Kunden, sondern auch wir bei Cognizant.

Was ich an Cognizant als Arbeitgeber sehr schätze ist, dass ich sehr viele Freiheiten bei der Gestaltung meiner Arbeit genieße. Die Lernkurve ist selbst nach 1,5 Jahren im Unternehmen weiterhin sehr hoch, was auch nicht zuletzt auch an der Zusammenarbeit in globalen Teams – von Nordamerika, bis Indien und schließlich Europa – liegt. Man lernt wahnsinnig viele Kollegen auf der ganzen Welt kennen – eine echte Matrix-Organisation!  Und wenn ich mir dann die Vision und die Ziele für Global Growth Market für die nächsten Jahre ansehe, dann stimmt mich das auch sehr neugierig und positiv.

Ich bin ein großer Fan der Women Empowerement Initiative – sie ist richtiger und wichtiger denn je – schließlich haben wir noch großen Aufholbedarf bei Cognizant im DACH-Raum. Das ist leider ein Thema in der gesamten IT-Branche in Deutschland. Da geht es unseren Mitbewerbern auch nicht anders.  Damit hier ein schnellerer und nachhaltigerer Wandel erzielt werden kann, bedarf es aus meiner Sicht zum einen ein Umdenken der Arbeitgeber: Es muss für jeden möglich sein Familie und Karriere besser zu vereinbaren – das eine darf das andere nicht ausschließen. Job-Sharing, Teilzeit-Modelle, Mütter als Führungskräfte und Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind nur ein paar Maßnahmen die man in diesem Zusammenhang erwähnen kann. Auf der anderen Seite braucht es eben auch die Mitwirkung der Frauen – sie müssen rausgehen und sich für Ihre Karriere einsetzen. Der Arbeitgeber alleine kann hier einseitig natürlich wenig bewirken. Frauen können heutzutage mutiger sein und haben eine reale Chance Karriere in der IT Branche zu machen – das war vor 10 – 20 Jahren natürlich anders. Sie haben einen besseren Zugang zu hilfreichen Ressourcen und die Awareness in den IT-Unternehmen ist heute auch ganz anders als damals. Also, los geht’s würde ich sagen 😉.

Vasanta

Rapaka

„Lächeln ist
mein Make-up.”

Kontakt Vasanta


Engagement Delivery Lead

Zur Zeit arbeite ich für verschiedene Projekte im Bereich Digital Experiences und Engineering Digital von Köln aus. Zuvor habe ich fünf Jahre lang als Agile Leader mit meinem Team aus 35 Mitarbeiter:innen die Integration eines „One Intranet“ DevOps Model für ein globales Unternehmen in den Niederlanden gemanagt. Zum erfolgreichen Abschluss hat uns der Kunde ein sehr persönliches Farewell Video geschenkt – so etwas berührt mich wirklich. Ich bin unfassbar stolz auf mein Team – wir haben im wahrsten Sinne des Wortes agil gearbeitet, d.h. auch ständig unvorhergesehene Probleme gelöst und waren rund um die Uhr im engen Kontakt mit dem Kunden. Ich denke, ich bin eine gute Managerin, Entschuldigung dass ich das sage, aber während meiner beruflichen Laufbahn hatte ich auch richtig schlechte Vorgesetzte. Doch ich danke ihnen, dass ich von ihnen lernen durfte, wie ich auf keinen Fall selber sein möchte.

Vor über 15 Jahren startete ich als Junior Sharepoint Developer bei Cognizant in Pune. Ich bezeichne mich selbst gern als Cognizant Veteranin. Ein Projekt, für das ich damals extra in die Schweiz reiste, war für mich die Gelegenheit richtig in der IT-Industrie durchzustarten, obgleich ich ‚nur‘ einen Trainingsbackground hatte. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich in alle Prozesse involviert wurde: Programmieren, Testen, Managen. Die Kunden konnte ich so begeistern, dass sie mich immer wieder für neue Projekte in der Schweiz anforderten. Sogar meine Flitterwochen habe ich dort verbracht.

Natürlich fiel mir die Trennung von meiner Familie und von Freunden anfangs schwer. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und liebe es im Kontakt mit Menschen zu sein,immer nach der Devise „Smile is my make up“. Viele die mich kennen sagen scherzaft ‚Du bist die BBC unserer Gruppe‘, weil ich alle Sorgen, Freuden, Ängste der Menschen kenne, mit denen ich in Verbindung stehe. Wenn ich einmal eine Verbindung aufgebaut habe, pflege ich sie. Selbst zu den Direktoren meiner Schulen, und ich war auf vielen Schulen, weil mein Vater beim Militär immer wieder versetzt wurde, halte ich den Kontakt.

Als die Delta Variante des Coronaviruses in Indien ausbrach, konnte ich von Deutschland aus Sauerstoffzylinder organisieren. Das habe ich geschafft, weil ich mit vielen Menschen im engen Kontakt stehe und über die Jahrzehnte ein großartiges Netzwerk aufbauen konnte. Wenn ich anderen helfen kann, empfinde ich meine Zeit als sinnvoll verbracht. Da muss ich nichts aufrechnen. Ich helfe einfach und wenn du Gutes tust, kommt es vielfach zurück aus Richtungen, aus denen du es gar nicht erwartest.

Ich denke, die Fähigkeit Kontakte zu halten, heutzutage sagt man ja gerne Networking, und meine absolut lösungsorientierte Art, sind die Grundlagen für meine Erfolge. Aus tiefster Überzeugung und jahrelanger Erfahrung kann ich sagen, dass es immer eine Lösung gibt und genau diese Einstellung ist das, was alles beeinflusst. Also haben wir alle, auch wenn es sich oft anders anfühlt, doch auch viel selbst in der Hand.

Miriam-Elisabeth

Bosse

„Wenn sich
Türen auftun,
muss man
sich trauen.“

Kontakt Miriam-Elisabeth


Head of Legal DACH, Benelux, Southern Europe

In meinem ersten Job als Volljuristin hatte ich ein totales Aha-Erlebnis, was Frauen im Beruf und die Marginalisierung von Müttern im Job angeht. Dort habe ich miterlebt, was mit Müttern im Job passieren kann und ich wusste sofort, dass ich das für mich nicht will. Frauen haben nach ihrer Elternzeit keine verantwortungsvollen Aufgaben und keine großen Projekte mehr bekommen, sondern meist im Backoffice in Teilzeit gearbeitet.

Herausforderungen anzunehmen, ist der beste Weg neue Dinge zu lernen. Ich war damals mit Abstand die jüngste in einem großen Team. Obwohl ich noch nicht viel Erfahrung hatte, bekam ich schnell die Möglichkeit einen großen und komplexen Kooperationsvertrag zu verhandeln. Ich wurde direkt ins kalte Wasser geworfen, aber es hat sich gelohnt: Ich habe die Herausforderung angenommen und am Ende hatten wir einen super Vertrag verhandelt. Das war für mich ein wichtiges Learning: Ich muss Herausforderungen annehmen und nicht so viel darüber nachdenken. Wenn sich Türen auftun, muss man sich trauen und die Selbstzweifel beiseite räumen. Ich habe dadurch schnell wahnsinnig viel gelernt und bin ein ganzes Stück vorangekommen. Ich habe gemerkt, dass ich locker mithalten kann, weil ich mich einfach getraut habe, es auszuprobieren.

Zu Cognizant kam ich über einen Headhunter, wobei mein zukünftiger Vorgesetzter mein vorheriger Verhandlungspartner war. Wir kannten uns also schon und wussten, dass es passt. Kurz nach dem Start, habe ich meine Tochter bekommen. Meine Auszeit habe ich aufgrund vorheriger Erfahrungen bewusst kurzgehalten und auch während meiner Abwesenheit habe ich mich zu den Entwicklungen im Unternehmen informiert. Mein Chef hat mir auch nach dem Wiedereinstieg die Möglichkeit gegeben große Verträge zu verhandeln. Wir beide wussten, dass ich das kann und es gab keinen Grund mein Potential nicht mehr zu nutzen, nur weil ich jetzt Mutter bin. Es ist wichtig, dass die Personen in der eigenen Managementlinie das Potential ihrer Mitarbeiter:innen erkennen und es fördern. Das ist bei Cognizant für mich immer der Fall gewesen: Ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas nicht zugetraut wird. Für mich ist es normal in Verhandlungen mit 20 Männern am Tisch zu sitzen, aber ich habe gelernt mich davon nicht einschüchtern zu lassen, weil ich weiß, dass ich genauso viel kann.

Zwei Faktoren sind entscheidend, wenn es darum geht Kind(er) und Karriere unter einen Hut zu bekommen: Flexibilität des Arbeitgebers und ein zuverlässiges Netzwerk. Ich kann nicht abstreiten, dass es hart war und ich auch teilweise abends und am Wochenende gearbeitet habe, um etwas rechtzeitig fertig zu bekommen, aber ich war und bin sehr flexibel in meinen Arbeitszeiten.

Zudem teilen mein Partner und ich uns die Betreuungsaufgaben. Für meinen Partner ist es genauso selbstverständlich sein Kind zu betreuen, wie das für mich der Fall ist. Karriere und Kind funktioniert für mich nur, wenn man die Unterstützung des Partners oder ein anderweitiges Netzwerk hat. Das können die Großeltern, befreundete Eltern und Nachbarn sein, oder auch Kita und Babysitter, aber es erfordert Organisation.

Trotzdem hat sich meine ganze Welt verändert, seitdem ich Mutter bin. Und auch ich bin hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Ansprüchen an mich selbst. Einerseits will ich im Job alles geben und mich weiterentwickeln, andererseits will ich auch eine gute Mutter sein. Der Spagat zwischen Kind und Karriere ist ohne Frage heftig. Ich gehe aber sehr offen damit um. Ich arbeite hart, aber wenn ich aufgrund meines Kindes einen Termin nicht einhalten kann, benenne ich das auch. Es muss normaler werden, dass Menschen auch ein Privatleben haben. Ich will zeigen, dass man verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen kann und trotzdem ein oder mehrere Kinder großziehen kann. Klar, gibt es da Sachen, die ich nicht mache oder machen kann. Da geht eben mein Mann zum Elternabend oder zum Kindergeburtstag gibt es Backmischungs-Muffins. Es ist okay nicht überall perfekt zu sein. Frauen müssen lernen andere Frauen in den Prioritäten, die sie setzen, gelten zu lassen.

Ich bewundere alle Frauen in Führungspositionen, weil ich genau weiß, was dazu gehört. Meiner Erfahrung nach sind Frauen in Führungspositionen nicht nur gleich gut, sondern oft besser qualifiziert als ihre männlichen Kollegen, weil sie oft einen härteren Weg hinter sich haben. Ich finde es auch wichtig, dass Frauen es nicht mit stereotypischen männlichen Mitteln, wie männlichem Auftreten und Ellbogenmentalität an die Spitze kommen. Wir haben unsere eigenen Qualitäten und diese weibliche, oft empathischere Sichtweise ist etwas, das sowohl im Unternehmen als auch in der Gesellschaft mehr Raum bekommen muss. Es kann und darf nicht das Ziel sein, dass Frauen männlicher sind als jeder Mann, um in Führungspositionen zu kommen. Außerdem wünsche ich mir mehr Solidarität unter Frauen. Wer unterstützt uns, wenn wir uns nicht gegenseitig unterstützen? Um es mit Madeleine Albright zu sagen: „There is a special place in hell for women who do not support other women“.

Ich denke, dass wir immer mehr von den klassischen Rollenbildern wegkommen. Es ist mir wichtig unseren Kindern zu vermitteln, dass eine paritätischere Aufteilung der Aufgaben uns allen guttut und nicht alle Männer sich zudem in der Pflicht sehen wollen Alleinverdiener zu sein. Hier müssen sich auch politisch und strukturell noch einige Dinge ändern, damit wir letztlich immer mehr Frauen in der Führungsebene sehen können, aber ich denke wir sind auf einem guten Weg.

Frauen in Führungspositionen

Wir freuen uns darauf, mit mehr Frauen an unserer digitalen Zukunft zu arbeiten - denn  nur zusammen lösen wir die IT Herausforderungen unserer Zeit.

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